Sie stellen Mitarbeiter wirklich aufgrund Ihres Bauchgefühls ein?

„Bei Bewerbungsgesprächen verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl.“

4 Sektgläser, die zum Anstoßen zusammengeführt werden

Damit sind Sie in guter Gesellschaft.

Aber ist das bei so einer wichtigen Entscheidung wirklich der beste Zugang? – Bei einer Entscheidung, die sechsstellige Beträge kostet und die viele im Unternehmen deutlich spüren?

Wer schon mal einen richtig guten Mitarbeiter angeheuert hat, weiß wovon die Rede ist. Und wer schon mal so richtig daneben gegriffen hat, erst recht. 

„Mag sein, aber ich habe bis jetzt immer gute Erfahrungen damit gemacht. Mein Bauchgefühl hat mich noch nie im Stich gelassen.“

Das hören wir regelmäßig. 

Und manchmal mag es auch zutreffen. Oft aber eben auch nicht. 

Denn das Bauchgefühl betrügt einen selbst gerne. Ein Test hilft.

Probieren wir es mal gemeinsam mit Martin Müller, einer fiktiven Führungskraft. 

Herr Müller trifft regelmäßig Personalentscheidungen und glaubt, dass er mit seiner Intuition – oder eben seinem Bauchgefühl meist recht gut liegt (nachdem er natürlich anhand objektiver Kriterien eine Vorauswahl getroffen hat).

Wie zuverlässig ist das Bauchgefühl beim Recruiting tatsächlich?

Herr Müller, wie viele Mitarbeiter haben Sie in den letzten 3 Jahren eingestellt?

Das müssten 12 gewesen sein.

Grafik, die Fehler bei der Personalentscheidung zeigt die aufgrund des Bauchgefühls getroffen wurde.
12 eingestellte Mitarbeiter

Okay. Und wie viele davon sind nicht mehr im Unternehmen? – Egal ob sie selbst gekündigt haben oder gekündigt wurden.

Nur einer.

Nachdem diese Person nicht mehr da ist – war die Einstellung eine Fehlentscheidung?

Das waren mehrere Faktoren, die da zusammen gespielt haben. Aber ja, könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich diese Person natürlich nicht anheuern.

Grafik, die zeigt, dass einer der 12 Mitarbeiter nicht mehr im Unternehmen tätig ist.
1 Mitarbeiter ist nicht me