Warum Unternehmen in Stellenanzeigen oft so ein Geheimnis aus dem Gehalt machen.

Wir haben die Software-Entwickler in unserem Pool gefragt:

Was nervt euch am meisten an den üblichen Stellen-Anzeigen?

Man wütend schlägt auf Tastatur

Die Antwort, die am meisten kam – mit großem Vorsprung: Dass das konkrete Gehalt nicht angegeben wird.

Stattdessen wird mit Mindestgehalt und der Bereitschaft zur Überzahlung geworben.

Oder mit vagen Aussagen wie: „ein an Erfahrung und Kenntnisstand angemessenes Gehalt“ oder „kompetitive Entlohnung“.

Es ist nachvollziehbar, dass das Entwickler verärgert.

Als Kunden ärgern wir uns ja auch über Webseiten, die interessante Dienstleistungen und Produkte anbieten – ohne jegliche Angabe zu den Preisen derselben.

„Bitte mit dem Verkauf reden“ heißt es dann.

Aber wer hat schon Lust, mit dem Verkauf zu reden?

Und genauso geht es vielen interessierten Kandidaten: „Warum soll ich Zeit in den Bewerbungsprozess investieren, wenn dann am Ende rauskommt, dass wir mit den Gehalts-Vorstellungen unüberbrückbar weit auseinander liegen?“

Aus diesem Grund nehmen wir keine Recruiting Aufträge an, bei denen uns nicht erlaubt ist, bereits im ersten Gespräch das ungefähre Gehalt zu nennen.

Das sorgt regelmäßig zu Irritationen und Diskussionen bei Klienten.

Denn natürlich machen Unternehmen nicht aus Spaß an der Freud ein Geheimnis aus ihren Gehältern, sondern haben Gründe dafür.

Und die häufigsten dieser Gründe wollen wir heute hier erklären.

Nicht mit dem Ziel, zu überzeugen – was gut und was falsch ist.

Sondern mit dem Ziel, mehr gegenseitiges Verständnis zu ermöglichen.

Niemand muss den angeführten Gründen und den Motiven der Unternehmen zustimmen (tun wir auch nicht immer).

Aber verstehen ist oft wichtiger als einverstanden sein. Also los:

#1 Man möchte keine falschen Erwartungen wecken

Mann weint wegen Geld